Die Francis-Galton-Story
Vor etwa 100 Jahren lebte in London ein Mann namens FRANCIS GALTON. Er begründete die moderne Erblehre und entdeckte im Zuge seiner Forschungen unter anderem, dass jeder Mensch auf den Fingerkuppen ein einmaliges und unverwechselbares Muster trägt; er erfand also - ohne es zu beabsichtigen - die Fingerabdruck-Methode, die heute zum Standardwerkzeug der Polizei gehört.
Dieser FRANCIS GALTON befasste sich auch mit psychologischen Problemen, obwohl zu jener Zeit von der Psychologie - außer ihrem Namen - nicht viel bekannt war, und eines Tages machte er folgenden "Gedanken-Versuch":
Bevor er seinen alltäglichen Morgenspaziergang in London antrat, stellte er sich ganz fest vor:
"Ich bin der bestgehasste Mensch Englands!"
Nachdem er sich einige Minuten auf diese Vorstellung konzentriert hatte - praktisch eine Selbsthypnose, trat er seinen Spaziergang an wie immer. Doch das schien ihm nur so. Denn tatsächlich passierte folgendes:
Einige Passanten riefen ihm Schimpfworte zu oder wandten sich mit Gebärden der Abscheu von ihm ab; ein Hafenarbeiter rempelte ihn im Vorbeigehen mit dem Ellenbogen an, so dass er hinfiel.
Sogar auf Tiere schien sich die Animosität gegen ihn übertragen zu haben. Denn als er an einem Droschkengaul vorbeiging, trat dieser aus und traf GALTON in die Hüfte, so dass er wiederum zu Boden ging. Als es daraufhin einen kleinen Volksauflauf gab, ergriffen die Leute auch noch für das Pferd Partei - worauf GALTON das Weite suchte und in seine Wohnung zurückeilte.
Diese Geschichte ist verbürgt und findet sich in etlichen englischen und amerikanischen Geschichtsbüchern unter dem Titel "FRANCIS GALTON's famous walk".
Welche zwei Lehren können wir für das Pokern aus der Geschichte ziehen?
- Der Mensch ist, was er denkt.
- Es ist nicht notwendig, der Umwelt seine innere Einstellung durch Worte mitzuteilen; die Menschen "erspüren" sie auch so.
Auch wir Pokerspieler kommunizieren mit unserer Umwelt, verbal oder non-verbal. Die innere Einstellung ist einer der wichtigsten Schlüssel zum erfolgreichen Pokerspiel. Sei selbstbewusst, das drückt sich in deiner Spielweise aus. Alles Wissen um Starthände, Strategien, etc. nützt dir nichts, wenn die innere Einstellung nicht passt. Erkenne deine Stärken im Pokerspiel und handele auch dementsprechend, selbstbewusst! Wenn es schief geht, na und! Lass dich in kein tiefes Loch reißen, deine Mitspieler merken es wenn psychisch angeschlagen bist. Und wenn du "down" bist, schau dass du wieder hochkommmst!
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